Push – Für das Grundrecht auf Wohnen

Wir Geografen beschäftigen uns auch mit Stadtentwicklung. In der Oberstufe wird ein ganzes Semester der Stadtgeografie gewidmet. Dazu habe ich auch schon in älteren Artikeln etwas geschrieben.

Aus diesem Interesse bin ich gestern ins Kino gegangen, um den neuen Dokumentarfilm von Fredrik Gertten, Push, anzusehen. Der Film beschäftigt sich mit den weltweit rasant ansteigenden Mietpreisen in den Metropolen. Die Kamera begleitet Leilani Farha, die Sonderberichterstatterin der UN für Menschenrecht auf Wohnen. Sie reist um die ganze Welt, um zu erforschen, wie Menschen aus den angestammten Wohnquartieren in ihren Städten gedrängt, gepusht, werden. Das von uns Geografen gelehrtes Modell der Gentrifizierung scheint diesen Entwicklungen nicht mehr gerecht zu werden, sagt die Soziologin Saskia Sassen. Immobilien sind seit der Immobilien- und Bankenkrise in dem ersten Jahrzehnt der 2000er zur Handels- und Spekulationsware geworden und nicht selten Objekte, um Schwarzgelder zu verstecken.

Mich hat der Film begeistert und ich empfehle jedem, den Globalisierung, Stadtentwicklung oder auch nur die Unzufriedenheit der Menschen interessiert, ihn sich anzuschauen.

Website Push

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Geosurfen – Stadtrundgang mit dem Smartphone

Der erste „Wave“ ist erstellt: Eine Exkursion mit dem Smartphone von dem U-Bahnhof Lutterothstraße bist um U-Bahnhof St. Pauli in Hamburg. Thema: Stadtgeografie. Neun Stationen sind zu bewältigen. An jeder Station ist eine Frage zu beantworten. Der Clou: Die Frage erscheint erst, wenn die Gruppe sich in mindestens 30m Entfernung zur Station befindet. Also etwas Schnitzeljagd mit Aufgaben.

Das Thema meines ersten Rundgangs sind die Stadtgeografie und die Stadtgeschichte.

Das Geosurfen-App lädt man sich über den Google-Play Store herunter (gibts leider nicht fürs iPhone). Die Waves kann man über die Website https://geosurfen.appspot.com/index.html erstellen oder direkt unterwegs mit dem Smartphone.

Ich werde über die Erfahrungen mit Schülergruppen weiter berichten.