In dem Podcast der Heinrich-Böll-Stiftung „Ein Jahr für die Republik“ diskutieren junge Menschen das Für und Wider einer Dienstpflicht für Alle. Schön an dem Podcast finde ich, dass die jungen Menschen selbst zu Wort kommen. Auch wird die Breite des Diskursfeldes gut abgedeckt:
Das „republikanische Jahr“: Bundeswehr, Pflege, THW oder Feuerwehr
Ein gemeinsames „Wir“: Kann ein Pflichtjahr Zusammenhalt schaffen?
Pflicht oder Freiwilligkeit: Chancengerechtigkeit und Motivation
Wer soll dienen? Geschlecht, Alter und faire Lastenverteilung
Ungleiche Bezahlung: Die finanziellen Anreize von Bundeswehr und FSJ
Wofür dienen? Sicherheit oder gesellschaftlicher Zusammenhalt
Was verteidigen wir? Kriegserfahrung, Freiheit und die Ängste junger Menschen
Was bringt ein Pflichtjahr? Nachhaltige Strukturen und wirksamer Zivilschutz
Die „Gebergeneration“: Was der Staat jungen Menschen schuldet
Die O-Töne der Statements der Diskutierenden eignen sich gut für den Einsatz im Politikunterricht. Dieses Thema steht bei jungen Leuten ganz oben auf ihrer politischen Agenda, deshalb sollte Schule es aufgreifen.
Ein Aspekt hat mir an der Diskussion gefehlt: Sollte es auch eine Dienstpflicht für die Boomer-Generation geben? Wäre diese Idee aus den Gründen der Lastenverteilung und Generationengerechtigkeit nicht sinnvoll. Ich bin gerade in Rente gegangen und fühle mich noch recht fit, auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Gerade weil die jüngere Generation die Rente und Pflege der Boomer-Generation übernehmen muss, dann auch noch aufgrund des demografischen Wandels auf eine längere Lebensarbeitszeit blickt, wäre eine Beteiligung der Boomer-Generation an einem „Republikanischen Jahr“ überlegenswert.
Podcast „Ein Jahr für die Republik“: https://www.boell.de/de/media/podcast-episode-podigee/ein-jahr-fuer-die-republik-die-debatte-um-eine-neue-dienstpflicht
Bildquelle: https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/bpb_TB_141_Pflichtdienst_fuer_alle_BF_0.pdf