#ecstg15 Educamp in Stuttgart, Jugend Präsentiert

Ich war eben auf der Session zu Jugend-Präsentiert. Dabei wurde die Frage aufgeworten, wie man Präsentationen eigentlich bewertet. Ich habe hier in der Anlage mal die von uns benutzten Rückmeldebögen angehängt.

Im Anhang findet ihr auch noch zwei Dateien zur Erstellung eines Exposés in der Vorbereitung einer Präsentation.

Beurteilungsbögen PL und PP

PL Schülerberatung 

Bewertungsbogen PLExposé PGW

Das Exposé

Portfolios

Nun sind sie wieder fertig, die Physikportfolios zum Thema Elektromotor und dem ganzen Drumherum. Nachdem sich die Schüler das Thema „Energieumwandlung“ mit Hilfe eines Forschungsplanes erarbeitet haben (die Arbeit mit Forschungsplänen habe ich ja schon in älteren Artikeln beschrieben), haben sie sich nun ein Thema ausgewählt, um es in einem Portfolio aufzuarbeiten. Dabei ist es nicht Sinn der Sache, das Thema neu zu erarbeiten, sondern aus dem schon Erarbeiteten ein Thema auszuwählen und es aus dem Lerntagebuch heraus aufzubereiten.

Es sind wieder sehr schöne und individuelle Portfolios entstanden, keines gleicht dem anderen, keines ist nach „Schema F“, wie es ja oft bei ausgefüllten Arbeitsblättern der Fall ist. Ich habe vorgegeben, welche Aufgabenformate im Portfolio enthalten sein sollten:

Ein Erklärtext

  • ein Glossar
  • ein Versuchsprotokoll
  • eine Berechnung
  • eine eigene Grafik, die erläutert wird
  • einen physikalischen Steckbrief
  • eine Erläuterung

Das formale Drumherum wie ein Titelblatt, ein Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben, Seitenzahlen sollten natürlich auch vorhanden sein.

Es überrascht mich doch immer wieder, wie viele Schüler in der 10. Klasse Probleme im Handling eines Textverarbeitungsprogrammes haben. Die immer wieder von Lehrern verbreitete These, die Schüler können ja sowieso super mit dem Computer umgehen, kann ich nicht stützen. Sie benutzen den Computer sicher häufig, aber für das Lernen relevante Programme beherrschen sie wenig. So war fast allen Schülern nicht bekannt, wie man ein Bild in ein Textprogramm einfügt und es dann formatiert.

Der Mehrwert eines Portfolios liegt nach meiner Erfahrung in

  • dem individuellen Produkt, was jeder erstellt hat
  • die intensive Beschäftigung mit einem selbst gewählten Thema
  • die große persönliche Gestaltungsfreiheit
  • die größere Motivation in der Arbeit im Vergleich zu einer klassischen Vorbereitung auf eine Klassenarbeit.

So steht in allen Reflexionen geschrieben, dass alle Schüler viel über das Thema gelernt haben und vor allem verstanden haben. Reflexionen und Kommentare aus der Metasicht sind ebenfalls Pflichtbestandteil der Portfolios. Hier ist aber noch viel lernbedarf. Die Schüler sind es nicht gewohnt, ihre eigene Arbeit zu reflektieren, sondern nehmen geduldig die Note des Lehrers entgegen. Dabei ist der Moment der Selbstreflexion ein wichtiger Berstandteil des Lernens.

Und das wichtigste zum Schluss: Die Schüler können richtig stolz sein auf ihre Portfolios.

Strukturiert diskutieren mit dem etherpad

Eine Diskussion in der Schulklasse strukturiert durchzuführen, ist eine große Aufgabe für die Schüler wie auch für einen moderierenden Lehrer. Ich habe in der letzten Woche ausprobiert, die Diskussion visuell mit etherpad.org zu strukturieren.

Etherpad ist eine open source app, mit der verschiedene Nutzer gleichzeitig auf einem gemeinsamen pad schreiben können. Die Beiträge der verschiedenen Autoren wird mit unterschiedlichen Farben kenntlich gemacht.

Ich habe mit meiner Klasse die schwierige Diskussion, ob Integration in Deutschland gelingen kann oder gescheitert ist, begonnen – eine kontroverse und vielschichtige Diskussion. Vorangegangen war ein Besuch in Berlin Kreuzberg und Neu Kölln und eine Beschäftigung mit Gentrifizierung und Segregation.

Ich habe ein Etherpad vorbereitet: Ich konnte Fragen und Überschriften vorher setzen und über den Klassenbeamer das Etherpad für alle sichtbar machen. Die Schüler hatten zu zweit einen Laptop. Jeder Diskussionsbeitrag sollte kurz anschließend ins Etherpad eingetragen werden.

Die Diskussion war natürlich am Anfang viel langsamer als gewohnt, weil alle sich erst einmal mit der Technik des Diskutieren, Schreibens und Lesens vertraut machen mussten. Aber der Vorteil wurde schnell deutlich: Die vorgetragenen Argumente konnten nachgelesen werden. So war es den Schülern viel leichter möglich, auf die vorher genannten Argumente einzugehen. Auch wurde diskutiert, ob der Beitrag an der eingetragenen Stelle wirklich passt und logisch richtig ist, oder ob er nicht an einen anderen Ort verschoben werden sollte.

Durch die visuelle Protokollierung konnte sich die Diskussion sehr strukturiert entwickeln. Es wurde den Schülern zum ersten Mal möglich, wirklich Argumentationsketten zu erstellen. Auch stillere Schüler konnten ohne eine mündliche Äußerung einen Beitrag leisten, eben über die Tastatur auf das Etherpad. So konnten auch diejenigen, die sonst nie oder selten trauen, ihren Beitrag schriftlich leisten.

Am Schluss der Diskussion hatten wir alle ein Protokoll der Diskussion und konnten die Argumentation noch einmal Revue passieren lassen. Wir konnten analysieren, wo die Diskussion ihre Stärken und Schwächen hatte.

Ich werden jetzt bei Diskussionen öfter ein Ehterpad einsetzen. Die Möglichkeiten zur vorherigen Strukturierung einer Diskussion und die parallele Protokollierung der Argumente ist schon eine deutliche Erweiterung der Diskussionskultur. Am Anfang braucht es sicher etwas mehr Zeit, der Mehrwert in einem Diskussionsprotokoll und einer leichteren Strukurierung sind es wert.

Brauchen wir eine digitale Didaktik?

Das Digitale sind ja erst einmal nur Geräte, die die Möglichkeiten der Kommunikation erweitern und den Zugang zu Informationen vergrößern.

Einen Didaktik sollte sich weniger aus den Gerätschaften, sondern mehr aus einem Menschenbild und den Vorstellungen, wie wir Menschen lernen, ergeben.

Trotzdem werden die Möglichkeiten des Internets die Kommunikation und die Informationsbeschaffung verändern. Deshalb sollten unsere „analogen“ Didaktiken ergänzt und erweitert werden, genauso wie unser alltägliches Leben durch die digitalen Möglichkeiten erweitert wird.

Nur eines scheint mir klar: Das Internet ist fakt, ist nicht wegzudiskutieren. Deshalb ist die Ausklammerung des Internets aus der Schule, wie es häufig noch der Fall ist, wenig hilfreich und an der Realität vorbei. Die Frage ist eher, wie man mit der Realität des Internets sinnvoll umgeht. Wie alle Innovationen hat auch das Internet positve Möglichkeiten wie auch Gefahren. Und eine um das digitale erweiterte Didaktik sollte die positiven Möglichkeiten aufgreifen. Man wird ja auch nicht den Buchdruck verteufeln, auch wenn mir dieser Technologie „Mein Kampf“ gedruckt wurde, und keiner wird heute auf die Satelitenbilder in der Wettervorhersage verzichten wollen, auch wenn die Raketentechnologie für militärische Zwecke genutzt werden kann.

Auch im digitalen Lernen gehe ich von der konstruktivistischen Sichtweise davon aus, dass sich alle Menschen ein Bild von der Wirklichkeit in ihrem Bewusstsein konstruieren. Diese individuelle Sichtweise wurde schon vor dem digitalen Zeitalter entwickelt und hat zur Folge, dass Lernende (also wir alle) möglichst vielfältige Informations- und Verarbeitungsmöglichkeiten nutzen sollten, die möglichst ihren Potentialen entsprechen. Auch Schulbücher versuchen heutzutage differenzierte Lernmaterialien zur Verfügung zu stellen. Das Internet erweitert diese Möglichkeiten noch einmal deutlich.

Die Verfügbarkeit des Wissens beschränkt sich heute nicht mehr auf ein Lehrbuch und einen Brockhaus und der Worte des Lehrers, sondern das Wissen ist potentiell immer im Internet vorhanden. Die neue Herausforderung an eine Didaktik wird sein, dass das Internetwissen nicht immer in einer günstig didaktisierten Form vorliegt. Hier werden also weiter Lehrende gebraucht, die selber Material didaktisieren oder den Lernenden dabei hilft, Internetwissen sinnvoll für ihre Lernbedürfnisse aufzubereiten. Dabei spielen kollektive Lernprozesse eine wichtige Rolle. Diese sind auch keine Erfindung des Digitalen, bekommen aber durch die Informationsfülle des Internets einen neue Bedeutung und müssen in einer digitalen Didaktik eine besondere Rolle spielen. Das Internet bietet eine Fülle von Möglichkeiten, kollektiv Lernergebnisse zu erarbeiten: Wikis, Blogs, Etherpads usw.

Internet basiertes Lernen ermöglicht neue Wege im individualisierten Lernen. Es können verschiedene Wege genommen werden, und dank interaktiver Tools können die Ergebnisse zusammenfügt und verglichen werden. Wie das gehen kann, sollte in einer digitalen Didaktik beschrieben werden. Portfolios und Lerntagebücher sind keine Erfindung der digitalen Welt, ermöglichen jedoch kreativere Gestaltungen.

Mit digitalen Tools können leichter den je eigene Lernprodukte hergestellt und veröffentlicht werden. Das ermöglicht ganz neue Perspektiven, wenn Lernende eigene Produkte vorstellen und teilen können und Lehrende eigene Lernmaterialien – ev. auf Basis anderer OER-Materialien – herstellen.

Das selbstständige Lernen hat neue Perspektiven mit digitalen Tools. Wenn man die Lernorganisation über digitale Lernplattformen durchführt, dreht sich die Verantwortung für das Lernen um: Vom Lehrenden zum Lernenden. Nicht mehr der Lehrende ist dafür verantwortlich, dass der Lernende die Aufgaben „bekommt“, sondern der Lernende holt sich die Aufgaben bei der Lernplattform ab. Es ist also ein Wechsel vom passiven „Bekommen“ zum aktiven „Holen“. Das trifft bei traditionell schulsozialisierten Schülern nicht immer auf Gegenliebe. Die Nieschen und Lücken, die ein traditioneller Schulbetrieb bietet fallen weg. Ein aktiver Lernpart bei den Schülern kann für sie durchaus anstrengender sein.

Fazit: Die digitalen Möglichkeiten müssen bestehende Didaktiken ausdifferenzieren und ergänzen. Sie erweitern die Möglichkeiten, ohne die Grundprinzipien des Lernens komplett auf den Kopf zu stellen. Deshalb hat das digitale Lernen keinen Selbstzweck, es ist auch nicht „moderner“. Ich glaube jedoch, dass es die Möglichkeiten deutlich erweitert.

 

OER in der Schule: Schülerarbeiten veröffentlichen

Welche didaktischen Perspektiven bietet OERin den Schulen? OER-Programm-Logo klein

Ich sehe neue Perspektiven in der Veröffentlichung von Schülerarbeiten im Internet. Normalerweise werden Hausarbeiten, Projektarbeiten, Portfolios usw. abgegeben und vom Lehrer bewertet, die Note in die Liste eingetragen und den Schülern zurück gegeben. Dann wandern sie bestenfalls in den Papiermüll.

Sollten Schülerarbeiten nicht mehr wertgeschätzt werden? Sollte die Idee der kollektiven Anreicherung von Wissen, das durch Ideen wie Wikipedia im Internet Wirklichkeit geworden ist, nicht auch in der Schule angewendet werden? Bekommen die Arbeiten der Lernenden nicht auch einen neuen Wert, wenn klar ist, sie werden veröffentlicht und stehen anderen Lernenden zur Verfügung? Ich glaube, mit einer Veröffentlichung ist auch eine andere Wertschätzung verbunden, die eine verbesserte Motivation zum Lernen ermöglicht.

Analog kann man gute Schülerarbeiten kopieren und in Ordnern bereitstellen: für nachfolgende Schülergenerationen. Das Internet bietet dafür aber viele Möglichkeiten, Arbeiten bereit zustellen und zu nutzen. Das einfachste ist es, digitale Schülerarbeiten auf dem Schulserver zu lagern und allen Schulmitgliedern zur Verfügung zu stellen. Außerhalb der Schule kann man die vorhandenen Referatsplattformen, eigene Blogs, die Schulhomepage u.ä. benutzen. Man muss von Fall zu Fall entscheiden, ob eine schulinterne oder weltweite Veröffentlichung sinnvoll ist.

Durch eine Veröffentlichung von Schülerarbeiten lässt sich eine Lernkultur weiterentwickeln:

  • Es wird deutlich, dass Lernen nicht nur ein individueller Prozess, sondern dass Lernen auch ein Beitrag zum kollektiven Wissen sein kann.
  • Es kann eine neue Motivation entstehen, wenn Arbeiten nicht nur „für den Lehrer“, sondern auch für andere Schüler und nachfolgende Lernergenerationen. Schülerarbeiten bekommen einen Wert über die Note hinaus.
  • Veröffentlichung von Schülerarbeiten macht eine Auseinandersetzung mit dem Urheberrecht und dem korrekten Entnehmen und Zitieren der benutzen Quellen nötig.
  • Das Veröffentlichen macht eine Diskussion über die Fehlerkultur nötig: Schülerarbeiten sind natürlich nie perfekt, aber sie können von anderen aufgenommen werden und verbessert werden.
  • Es wird ein kritischer Umgang mit Quellen nötig. Für die Schüler wird einsichtiger, den Wahrheitsgehalt von Quellen kritisch zu überprüfen.

Für die Veröffentlichung bietet sich die Idee von Open Education Ressources unter einer offenen cc-Lizenz an. Dann können Schülerarbeiten auch von anderen weiterverwendet werden, natürlich nur unter voller Namensnennung und Quellenangabe.

Ein Beispiel:

Vor der Hamburger Bürgerschaftswahl hat meine 12. Profilklasse eine Podiumsdiskussion organisiert. Die Schüler haben viele Erfahrungen im Veranstaltungsmanagement gemacht und alles selbstständig vorbereitet. Ich glaube, sie haben wichtige Erkenntnisse im Bereich „Partizipation am politischen Prozess“ (wie es der Bildungsplan fordert) gemacht.

In der Nachbereitung hatte jede Gruppe die Aufgabe, eine Checkliste zu ihrer Arbeit zu erstellen und eine Reflexion der Vorbereitung zu schreiben. Diese Nachbereitung fügen wir dann in eine Manual für die Organisation von Podiumsdiskussionen zusammen, so dass bei den nächsten Diskussionen die Vorbereitungsgruppen eine Arbeitsgrundlage haben.

Diese Arbeitsdukumentation ist natürlich nicht perfekt, sie kann aber durch nachfolgende Schülergruppen verbessert werden. Dadurch wird deutlich, dass Schule nicht nur ein individuelles Aufnehmen von Wissen ist, sondern gleichzeitig auch Wissen und Erfahrungen produziert. Ich glaube, in der Veröffentlichung von Schülerarbeiten auf Grundlage von OER hat einen deutlichen didaktischen Mehrwert.

Hier das Manual zur Podiumsdiskussion:

Manual Podiumsdiskussion

Die Anschläge von Paris in der Schule #CHSchule

Die Anschläge von Paris haben in der letzten Woche meinen Politikunterricht völlig umgekrempelt, wie sicher in vielen andern Schulen auch. Besorgt lese ich heute in der Zeitung, dass in Frankreich viel Schüler die (verordnete) Gedenkminute verweigern, und die Versuche der LehrerInnen, das Geschehene zu besprechen, boykottieren.

Dabei bietet die jetzige Situation doch die Chance, anders zu reagieren als nach 9/11, als von Bush der „Kreuzzug gegen den Terrorismus“ ausgerufen wurde. Sein Scheitern wurde mit den Anschlägen der letzten Woche endgültig belegt. Wir haben jetzt die Chance, in eine wirkliche kulturelle Auseinandersetzung zu gehen, und nicht in einen Kampf der Kulturen.

Die nachrichtendienstliche und militärische Aktion konnte die Anschläge nicht verhindern, obwohl die Attentäter so bekannt waren wie bunte Hunde. Deshalb scheint es mir wichtig zu sein, jetzt in einen kulturellen Diskurs zu gehen, und nicht weitere Überwachung und Militarisierung zu fordern, die nur eine Illusion der Sicherheit liefert.

Die kulturelle Auseinandersetzung findet auch zuerst in den Schulen statt. In den Städten sind 25% und mehr unserer Schüler mit einem migranitschen Hintergrund ausgestattet. Die Schulen werden also der Ort sein, an dem dieser Diskurs stattfinden sollte. In Deutschland heißt die Diskussionslinie PEGIDA. Auch ich merke unter meinen Schülern viele dieser diffusen Emotionen, die nicht klar geäußert werden und die die PEGIDA Anhänger auf die Straße treiben.

Lasst uns eine wichtige Diskussion über Werte und Respekt in den Schulen führen. Nicht nur in den höheren Klassen, ich glaube auch, Kinder habe hier eine Menge zu sagen.

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#CHSchule

Der Anschlag auf „Charlie Hebdo“ als Klausur?

Der Anschlag in Paris als Anschlag nicht nur auf die Getöteten, sondern auch auf den Wert der Meinungsfreiheit, muss natürlich Thema im Politik und Gesellschaftsunterricht sein. Kann er aber auch Gegenstand einer Klausur sein?

Ich will es mal versuchen, ob den SchülerInnen eine Analyse einer Karikatur und die Stellungnahme zu AfD und Pegida Äußerungen und dem Aufruf von Innenminister de Meziere gelingt. Ich werde berichten.

Klausur2 Anschlag auf Charlie Hebdo

Drei Jahre werkstatt.bpb

Am Donnerstag den 11.12. fand in Berlins das Auswertungstreffen zu drei Jahren zur Förderung des digitalen Lernens in der politischen Bildung statt. Eine kleine Gruppe von Teilnehmern lauschte dem Bericht der Mitarbeitern der Werkstatt.bpb über ihre Projekte in den vergangenen drei Jahren. Dabei hat sich eine beeindruckende Zahl von Projekten und interessanten Formaten angesammelt.

Anschließend entwarfen die teilnehmenden in einem „Speed design thinking“ verschiedene Visionen zur weiterarbeit, die von dem Team dankend aufgenommen wurden.

Trotzdem bleibt die die zentrale Frage ungeklärt: wie kann man die Politiklehrer und außerschulische Pädagogen von der Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel überzeugen? Es bleibt offen, was man eigentlich braucht, um die „digitale Gesellschaft“ auch in der Schule Wirklichkeit werden zu lassen. Ich habe das Gefühl, dass dieses kleine Projekt Werkstatt.bpb viel zu klein angelegt ist, diese Aufgabe wirklich zu schaffen. Ich weiß nicht, wie viele Politik Lehrer es in Deutschland gibt, ich schätze 25.000. Wenn man wirklich einen Wandel erzielen will, muss man in größeren Stile auf diese Personengruppe zugehen. Ein paar CDs zum Ausprobieren herauszugeben ist zwar sehr nett, aber das Ziel, einen digitalen Wandel in der politischen Bildung zu erreichen, braucht eine größere Strategie. Müssen wir nicht viel größer denken?

werkstatt.bpb.de

Rückmeldeformate

Auf dem letzten edchat.de wurde über Rückmeldeformate diskutiert. Ich stelle jetzt wie versprochen von mir erstellte Rückmeldebögen zur Verfügung. Ich hoffe, dass inspirieren und anregen. Über eine Rückmeldung wäre ich natürlich sehr dankbar.

Rück Grafikerstellung KompRast mündliche Beiträge KR Selbststeuerung GES Rückmeldung Kartenerstellung Rückmeldung Podiumsdiskussion Rück Raumanalyse Plattentektonik Rück FachtexteGeo Stellungnehmen Checkliste Bewertung_PGW Rück Forschungsarbeit Geo11 Rück Semesterprojekt 3 Vers.3 Rückmeldung AnalysfähigkeitFeedback PGW PGW Kompetenzen

Forschungsplan Elektrik

Phy10I Commsyraum

Das Arbeiten mit Forschungsplänen finde ich zunehmend eine gute Möglichkeit, einen kompromiss zwischen individualisierten Lernen, das jedem Lernenden eine eigene Geschwindigkeit und Schwerpunktsetzung zu ermöglichen, und andererseits Orientierung und klare Instruktionen durch Aufgaben zu geben. Ich versuche alle relevanten Informationen in den Lernplaner zu schreiben, damit ich möglichst wenig Zeit mit frontalen Ansagen, die oft nur die Hälfte der Klasse mitbekommt, zu verbringen. Wenn Schüler zu Müde sind zuzuhören (was in der ersten Stunde leider sehr häufig vorkommt), dann kann ich ihn zum nachlesen immer auf den Forschungsplan verweisen.

Alle Informationen, wie auch den Forschungsplan, finden die Schüler auch online in dem virtuellen Klassenraum. Hier kann alles nachgelesen werden. Zusätzliche Arbeitsblätter können heruntergeladen werden. Eine Standardseite ist immer die Linkliste für wichtige Internet-Links.

Da ich kein Physikbuch für die Schüler habe, arbeite ich zusätzlich mit einem wiki. Hier stelle ich die inhaltichen Informationen ein. Der Forschungsplaner ist ja wie ein Logbuch durch die Unterrichtseinheit, er enthält aber keine Fachinformationen. Die gebe ich neben den altbekannten Kopien v.a. über das wiki. Hier stelle ich auch abfotografierte Tafelbilder ein sowie Informationen aus dem Internet. Dabei spielt natürlich das Copyright eine wichtige Rolle. Ich kann nur Kopieren, was eine offene Lizenz hat, und das ist oft ohne weiteres gar nicht erkennbar. Alle Informationen mit einem c kann ich nur verlinken.

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Parallel zur Arbeit im Unterricht schreiben die Schüler ein Lerntagebuch. Dieses ist dann der Lernnachweis für die Bewertung. Das Raster für die Bewertung ist im Lernplaner enthalten. Das Lerntagebuch ermöglicht persönliche Schwerpunkte und Gestaltungsmöglichkeiten.

Ich glaube, ein Forschungsplaner bietet viele Möglichkeiten des individualisierten Lernens. Viele Schüler müssen sich erst noch daran gewöhnen, selber entscheiden zu müssen wie sie etwas lernen. Einigen Schülern fällt das auch sehr schwer,  sich von der genauen Ansage des Lehrers zu lösen. Sie fragen immer wieder „wie sollen wir das machen?“, und ich antworte: „überlege doch mal selber, wie du es machen würdest“. Ich sehe meine Aufgabe als Lehrer ja in erster Linie darin, die Schüler zum Denken zu bringen.

Das Lerntagebuch kann genutzt und verändert werden (cc-Lizenz mit Namensnennung und gleicher Weiterverbreitung). Über Rückmeldungen würde ich mich freuen. Die Versuchsbeschreibungen muss jeder nach seine örtlichen Bedingungen einfügen. Die von mir genutzten Experimentierkästen sind von Mekruphy, deren Anleitungen aus c-Gründen nicht mit veröffentlicht werden können.

Elektrik Forschungsplan